Die Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst e. V. widmet sich der Erforschung der historischen Medaillenkunst und der Förderung der zeitgenössischen Medaille als Sonderform der Reliefplastik. Sie vereint medaillenschaffende Künstler sowie Hersteller und Händler, Wissenschaftler und Sammler von Medaillen. Zu ihren Aktivitäten gehören Ausstellungen und Publikationen, Vortragsveranstaltungen, Preisverleihungen und Medailleneditionen. Die Gesellschaft wurde am 15. Juni 1991 in Bonn gegründet und hat vorausgehende Vereine in den beiden Teilen Deutschlands vereinigt. Sie hat zur Zeit rund 200 persönliche und korporative Mitglieder und ist Mitglied der Fédération Internationale de la Médaille (FIDEM).

Veranstaltungen

14. bis 16. August 2026

Sommer-Workshop „Münze und Medaille“ findet erstmalig in Suhl statt

Vom 14. bis 16. August 2026 findet an der Berufsfachschule für Büchsenmacher und Graveure erstmals ein Sommer-Workshop mit dem Thema „Münzen und Medaillen“ statt.

Der Sommer-Workshop „Münzen und Medaillen“ richtet sich an alle Interessierten, die die Herstellung eines Gips-Modells für eine Münze oder Medaille oder eines Prägestempels für eine Prägemedaille kennenlernen wollen. Als Seminarleiter konnten die Medailleurin und Bildhauerin Marianne Dietz (Berlin), die 2025 den Deutschen Medailleurpreis verliehen bekam und unter anderem die 2-Euro-Münze auf Konrad Adenauer gestaltete; der Münzgestalter und Medailleur Bodo Broschat (Berlin), der unter anderem den Entwurf für die 100-Euro-Münze „Hansestadt Lübeck“ und die 2-Euro-Gedenkmünze für Helmut Schmidt gestaltete, sowie der Graveur, Medailleur und Kupferstecher Michael Otto (Staatliche Zeichenakademie in Hanau), der unter anderem die 100-Euro-Goldmünze „Faust“ gestaltete, gewonnen werden.
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Nachrichten

1. November 2026

Wettbewerb „Kunstgeld 2127“: Gedenkmedaillen blicken zurück auf die Jahre 2006–2026

Der Berliner Medailleurkreis hat den Wettbewerb „Kunstgeld 2127“ ins Leben gerufen. Dieses Gedankenexperiment reist 100 Jahre in die Zukunft und fragt: Wie blickt die Münz- und Medaillenkunst im Jahr 2127 auf unsere heutige Epoche zurück?
Künstlerinnen und Künstler gestalten Medaillen aus der Sicht der Zukunft. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Ereignisse, Orte, Personen, Kultur- oder Naturphänomene der letzten 20 Jahre (2006–2026) dann als historisch bedeutend gelten und auf Metall verewigt werden.
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