Hoyer, Heinz: Muse Macht Moneten |
|
| Medailleur/in: | Heinz Hoyer |
| Veräußerer (an Museum): | Heinz Hoyer |
|
| Vorderseite: | ... UND DER ARME SAGTE BLEICH / WÄR ICH NICHT ARM, WÄRST DU / NICHT REICH / B. B. [Zitat nach Bertold Brecht]. Oben zwei Hände, die einen Geldsack greifen, mittig das Zitat in vier Zeilen, unten eine offene rechte Hand, in der ein Geldstück mit dem Wertzeichen 1 liegt. |
| Rückseite: | Runde Granate mit brennender Zündschnur. Unten die Signatur HH. |
|
| Datierung: | 2015 |
|
| Material: | Bronze |
| Durchmesser: | 112 mm |
|
| Literatur: | A. Küter - B. Weisser, Kunst prägt Geld: MUSE MACHT MONETEN. Das Kabinett 16 (2016) 202 f. Nr. C 13 mit Abb. (dieses Stück). |
|
| Bemerkung: | Beitrag zur Edition und Ausstellung MUSE MACHT MONETEN. Das Zitat stammt aus Bertolt Brechts Kindergedicht 'Alfabet'. Die Vorderseite thematisiert auf mehreren Ebenen den Gegensatz zwischen arm und reich. Zum einen sind beide Bereiche durch die Legende sorgfältig voneinander getrennt und die Distanz damit deutlich gemacht. Zum anderen ist dem Reichen ein ganzer Geldsatz zugeordnet, während der Arme lediglich ein Geldstück besitzt, versehen mit der niedrigstmöglichen Wertzahl. Der Gegensatz kommt auch auf einer dritten Ebene zum Tragen: Während sich der Reiche an seine Habe buchstäblich klammert und sie zusammenrafft, ist der Arme offen, freigiebig und bietet sein einziges Geldstück gleichsam an. Die moralische Wertung Hoyers ist unverkennbar. Die Rückseite macht lapidar klar, dass die Situation - ein Teil der Gesellschaft bereichert sich auf Kosten anderer - durchaus Zündstoff bietet: die wirtschaftliche Spaltung ist auch eine moralische und gesellschaftliche; es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Situation eskaliert. |
|
| Nachweise: | (DGMK-17098) Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, Objektnummer 18248828 |