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Band 23 |
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Die Welt "en miniature": Deutsche Medaillenkunst heute; 2000–2006
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Die Welt "en miniature": Deutsche Medaillenkunst heute; 2000–2006
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Mit dieser Publikation ist ein repräsentativer Überblick über das deutsche Medaillenschaffen der letzten Jahre erschienen. Die knapp an die 100 heranreichenden Künstlerpersönlichkeiten, die in dem Katalogbuch porträtiert werden, präsentieren die zeitgenössische deutsche Medaillenkunst. Dem Katalogteil vorangestellt ist ein Aufsatzteil mit Beiträgen von 13 Autoren, der die Medaillenkunst betreffende Ereignisse 2000-2006 beleuchtet.
Die Vielseitigkeit der Medaillen, die neu entdeckten Nachwuchskünstler, die Dokumentation bereits bekannter Künstlerpersönlichkeiten sowie die informativen Artikel des 1. Teiles versprechen eine umfangreiche, interessante und facettenreiche Veröffentlichung im Rahmen der Publikationsreihe der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst.
Das Buch erschien als Band 23 in der Reihe "Die Kunstmedaille in Deutschland" und umfasst etwa 550 Abbildungen. Der Band wurde in Kooperation mit der Gitta-Kastner-Stiftung der Numismatischen Kommission der Länder in Deutschland erarbeitet.
Die Welt "en miniature": Deutsche Medaillenkunst heute; 2000–2006
bearb. von Ulf Dräger u. Andrea Stock. Mit Beiträgen von 13 Autoren
Halle: Stiftung Moritzburg. – 340 S. : Ill. – (Die Kunstmedaille in Deutschland; 23)
Ausstellungskatalog. – Halle, Stiftung Moritzburg: 15.07.– 07.10.2007
ISBN 978-3-86105- 019-6
Rezension von Nelly Bünger:
Anlässlich der Ausstellung "Die Welt "en miniature" – Deutsche Medaillenkunst heute", die vom 15. Juli bis zum 07. Oktober 2007 in der Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt stattfindet, wurde ein gleichnamiger Katalog von Ulf Dräger herausgegeben. Ausstellung und Katalog machen sich zum Ziel, das zeitgenössische deutsche Medaillenschaffen (2000-2006) vorzustellen und zu dokumentieren.
Dieselbe Intention verfolgt die Deutsche Gesellschaft für Medaillenkunst (DGMK). Die »Gitta-Kastner-Stiftung« (GKS) hat sich u. a. zum Ziel gesetzt, zeitgenössische Medaillenkünstler zu fördern. So konnten diese Institutionen für eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Moritzburg gewonnen werden.
Im Katalog wird sich in kurzen Beiträgen verschiedenen Aspekten der zeitgenössischen Medaillenkunst gewidmet. Zunächst werden die GKS und die DGMK als ihre zentralen Fördereinrichtungen vorgestellt. Besonders die Gründung der DGMK nach der Wiedervereinigung Deutschlands wird hier als Ausgangspunkt und Impulsgeber für das zeitgenössische Medaillenschaffen betrachtet. Durch die ersten drei, eher subjektiven Beiträge von Wolfgang Steguweit und Hans Liepmann werden dem Leser die Bemühungen und Konflikte bei dem Vorhaben der Gründung einer gesamtdeutschen Medaillengesellschaft nahe gebracht.
Der folgende Beitrag von Andrea Stock zeigt ausgehend von dem XXVII. Kongress der Internationalen Medaillenföderation FIDEM, der im Jahr 2000 in Weimar stattfand, Stationen auf, die die Entwicklung der zeitgenössischen deutschen Medaillenkunst förderten. Sie nennt z.B. Medailleneditionen, Wettbewerbe oder Ausstellungen. Kurz wird versucht, Charakteristiken der zeitgenössischen Kunstmedaille aufzuzeigen. Durch die Vielzahl der unterschiedlichen Erscheinungsformen wird auf die Problematik einer Definition des Begriffs "moderne Kunstmedaille" hingewiesen. Ausgehend von Künstlerzitaten zur Medaille wird versucht, einen Überblick über die Erscheinungsformen der zeitgenössischen Kunstmedaille zu geben.
In zahlreichen, kurzweiligen Beiträgen werden daraufhin verschiedene Projekte zur Förderung des zeitgenössischen Medaillenschaffens aufgezeigt. Berichtet wird über Medaillenpreise, wie den "Hilde-Bröer-Preis für Medaillenkunst", der für ein bedeutendes Lebenswerk im Bereich der Medaillenkunst vergeben wird, oder den Kunstpreis für eine zeitgenössische Medaille "Johann Veit Döll" der Stadt Suhl.
Weiter werden Projekte vorgestellt, die ebenfalls der Förderung der Medaillenkunst dienen sollen, so z. B. Workshops und Wettbewerbe. Deutlich wird, dass dabei von der Stadt Halle (Saale) wichtige Impulse ausgehen.
Den größten Teil des Ausstellungsbandes nimmt ein Katalog ein, in dem repräsentative Kunstmedaillen der Jahre 2000 bis 2006 vorgestellt werden. Die Einträge sind alphabetisch nach den Namen der Medaillenkünstler geordnet. Zu jedem Künstler finden sich kurze biographische Angaben und eine Auswahl an weiterführender Literatur. Viel Raum wird dabei den Abbildungen der Medaillen gewidmet. Beschreibungen der Medaillen werden im Katalog nicht vorgenommen. Es finden sich jedoch vereinzelt kurze Zitate von Künstlern über ihre eigenen Medaillen oder auch über Medaillen anderer Künstler.
Der Ausstellungsband wird seinem Ziel, das zeitgenössische Medaillenschaffen vorzustellen und zu dokumentieren, gerecht. Dabei wird das Umfeld, in dem sich die zeitgenössische Medaillenkunst bewegt, aufgezeigt. Durch diese Informationen und nicht zuletzt durch den reich bebilderten Katalog wird das Interesse des Lesers an der zeitgenössischen Kunstmedaille geweckt.
Der Leser wird dazu angeregt, die weitere Entwicklung der Kunstmedaille mitzuverfolgen.
Mit der Austellung in der Stiftung Moritzburg und dem Katalogbuch ist erneut ein wichtiger Impuls für die Entwicklung der deutschen Medaillenkunst von der Stadt Halle (Saale) ausgegangen.
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