Veranstaltungen

27. Februar 2020

PD Dr. Vladimir Stolba (Berlin): Die antike Münzprägung von Abydos, eine Münzstätte der Troas

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29. Februar und 7. März 2020

Tiere auf Medaillen – Workshop für Erwachsene und Jugendliche mit Marianne Dietz, Adelheid Fuss und Anna Martha Napp

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23. Januar 2020

Ordentliche Mitgliederversammlung der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin 1843 e. V.

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21. Januar 2020

Perlentausch in der Dauerausstellung des Münzkabinetts im Bode-Museum

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01. Juli 2020

Johannes Eberhardt (Berlin): traveling treasures – »Die Drei Grazien« vom antiken Münzbild zur Medaillenkunst (Vortrag online)

Im Rahmen der Vorlesungsreihe des Historischen Seminars der Universität Erfurt mit dem Titel ‚Travelling Objects‘ trägt Johannes Eberhardt zu laufenden Ausstellungsprojekten und Forschungsaktivitäten des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin – SPK vor. Dabei geht es nicht zuletzt um das Potential der Medaillenkunst als Quellenbasis und Forschungsfeld für Historikerinnen und Historikern.

Münzen und Medaillen sind traveling objects par excellence. Seit mehr als 2.600 Jahren ›reisen‹ numismatische Objekte als Bild- und Schriftträger über vielfältige Grenzen hinweg.

»Die Drei Grazien« oder griechisch die »Chariten« sind ein nicht nur in der Kunst außerordentlich erfolgreiches Motiv. Die »Frohsinnige« (Euphrosyne), die »Blühende« (Thalia) und die »Strahlende« (Aglaia) brachten Göttern wie auch den Menschen die Schönheit, das Glück und die Freude am Feiern mit Sang und Tanz. Nicht zuletzt durch Harmonie und Weisheit – die »Chariten« bereiten den Menschen, was sie ergötzt. Damit verbreiten sie in der Welt, was vielfach in den Bann zieht, Begehren weckt, und so Menschen zu guten wie zu schlimmen Taten antreibt.

Das Motiv wurde auch auf Münzen und Medaillen immer wieder mit neu adaptiert. »Die Drei Grazien« überschritten so auch kulturelle Grenzen. Kontexte und Inhalte änderten sich dabei teils erheblich. Diese Quellenbasis erlaubt Einblicke in sich wandelnde Mentalitäten und Praktiken. Zwischen Impulsgeberinnen und Kommentierenden historischer Prozesse zieren und verkörpern »Die Drei Grazien« zugleich traveling objects.

Von der hohen Kunst – aber auch vom Begehren auslösenden Frohsinn, Glanz und Tanz über Schönheit, Liebe und Keuschheit bis hin zum »Hurenkarrentaler« – Antworten auf die Frage wo und wie »Die Drei Grazien« ihren Platz einnahmen, erlauben Rückschlüsse auf zeit- und raumübergreifenden Wandel.

Zur kostenfreien Teilnahme an dieser Veranstaltung können Sie sich gerne unter philfak.travellingobjects@uni-erfurt.de oder j.eberhardt@smb.spk-berlin.de anmelden.

Fotoausschnitte: links Niccolò Fiorentino: Giovanna Albizzi Tornabuoni, um 1486, 18216331 (Foto: Reinhard Saczewski); mittig Abraham Abramson: Preismedaille der Akademie der Künste, 1786, 18205712 (Foto: Lutz-Jürgen Lübke [Lübke und Wiedemann]) und rechts Klaus Kowalski: Drei Grazien, 2019, 18271435 (Foto: Klaus Kowalski).

Downloads:
traveling treasures – »Die Drei Grazien« vom antiken Münzbild zur Medaillenkunst

Links:
Link zu weiterführenden Informationen zur Vorlesungsreihe des Historischen Seminars der Universität Erfurt mit dem Titel ‚Travelling Objects‘

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