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In einer neuen Sonderausstellung des Münzkabinetts im Hausmannsturm vom 24. März bis 4. November 2007 präsentiert das Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden etwa 300 herausragende Werke aus einem gegenwärtig fast 300.000 Objekte umfassenden Sammlungsbestand.
Der heutige Bestand des auf Herzog Georg den Bärtigen (1500-1539) zurückgehenden Münzkabinetts gliedert sich in Münzen aller Länder von der Antike bis zur Gegenwart. Darunter finden sich historische und moderne Medaillen, Orden und Abzeichen, Banknoten und historische Wertpapiere, Münz- und Medaillenstempel, Petschafte, Modelle, prämonetäre Zahlungsmittel sowie münztechnische Maschinen und Geräte. Über Jahrhunderte wurde die Sammlung von den sächsischen Kurfürsten und Königen durch Ankäufe und Schenkungen erweitert, besonders unter August dem Starken und seinem Sohn Kurfürst Friedrich August II.
Die Exposition will einen Querschnitt durch wichtige Sammlungsbereiche bieten, wobei große Seltenheiten und Unika besonders zur Geltung kommen sollen. Ausschlaggebend für die Auswahl der Stücke sind die hohe künstlerische Qualität, der materielle und der kulturgeschichtliche Wert oder auch die Dokumentation restauratorischer Leistung.
Die exzellenten Beispiele der Medaillenkunst verdeutlichen zum einen die stilistische Entwicklung von der Renaissance über den Barock, Klassizismus und Jugendstil bis hin zur Moderne, lassen zum anderen den Unterschied zwischen Präge- und Gusstechnik erlebbar werden.
Die Ausstellung des Münzkabinetts wird als Interimslösung mindestens zwei Jahre zu sehen sein. Sie soll einen Vorgeschmack auf die mittelfristig zu realisierende umfangreiche Dauerausstellung des Museums im Dresdner Residenzschloss bieten. [gl]
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