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Die Begeisterung des Autors für die Medaillen des Jugendstils offenbart sich dem Leser bereits im Vorwort des Werkes, denn diese "wahre[n] Glanzstücke der Medaillen- und Plakettenkunst" bereiteten Peter Felder, wie er selbst sagt, „unzählige glückliche Stunden".
Dabei definiert Felder die Ziele seiner Ausführungen klar und deutlich, nämlich einen kurzen Umriss der Medaillenkunst im Jugendstil zu schaffen und überdies einen Ansporn zu weiteren Entdecken, Sammeln und Forschen zu geben. Dabei soll aber auch auf das Wesen und die Eigenart der Medaillenkunst in jener Zeit eingegangen werden. Der Begriff "Medaille" beinhaltet bei Felder die kreisrunden Medaillen, das großformatige Medaillon und die mehreckigen Plaketten in gegossener oder in geprägter Form.
Felder stellt zu Beginn die Hauptimpulse der Neubelebung im Jugendstil in einem größeren Zusammenhang dar und führt gleichzeitig eine kurze Charakteristik des Jugendstils an. Als besonders angenehm für den Leser sind dabei die Angaben zu weiterführender Literatur, die sich mit Medaillenkunst des Jugendstils befasst, sowie der Verweis auf Werke, welche die Medaillenkunst des Jugendstils maßgeblich beeinflusst haben (z.B. Köcke, Datow, Lichtwark).
Indem Felder im Anschluss auf die Medaillenkunst der einzelnen Länder mit ihren Zentren und Ausbildungsstätten, sowie deren herausragende Künstler, ihren Techniken und Einfluss auf die Entwicklung der Medaillenkunst im Jugendstil eingeht, gelingt es ihm, gerade beim weniger in dieses Thema involvierten Leser einen weiten Überblick zu schaffen. Dieser kann bei Bedarf - mittels des Literaturverzeichnisses - vertieft werden.
Zum Abschluss skizziert Felder den Neubeginn in der Medaillenkunst, welcher mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges einsetzt und schafft damit eine runde und in sich geschlossene Darstellung der Medaillenkunst im Jugendstil. Das angestrebte Ziel der kunstgeschichtlichen Einführung in dieses interessante und spannende Gebiet der Numismatik erfüllt Felder mit seiner Orientierungshilfe vollkommen.
Dazu trägt auch die gute Qualität der Abbildungen bei, welche es dem Leser ermöglicht, sich beim Betrachten der Medaillen in die nicht zu knappen Details zu verlieren.
Leider gibt Felder für die zahlreichen französischen Zitate keine Übersetzungen an, was sich auf das Textverständnis nachteilig auswirken könnte.
Alles in Allem kann dieses Werk als kurze Einführung in die Medaillenkunst des Jugendstils empfohlen werden. [Jenny Dietze, Kunsthistorikerin (des.), Halle]
Das Buch ist über die H. Gietl Verlag & Publikationsservice GmbH, Postfach 166, 93122 Regenstauf, www.gietl-verlag.de sowie im Fachhandel zu beziehen.
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